Informationen für Erziehungsberechtigte
Ihre Rolle im Orientierungsprozess
Als eine der wichtigsten Bezugspersonen spielen Sie eine entscheidende Rolle dabei, Ihr Kind in der Beruflichen Orientierung zu unterstützen.
Was ist die BO-Begleitung (Begleitung in der Beruflichen Orientierung)?
Durch die BO-Begleitung lernt Ihr Kind seine Persönlichkeit, seine Interessen und Stärken besser kennen. Es lernt besser, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und an sich zu glauben. Das stärkt das Selbstvertrauen und hilft ihm bei der Orientierung in der Schule, in Praktika und im späteren Beruf.
Der Ablauf: Zwei Workshops und eine Praxiserfahrung
Es gibt zwei Workshops, die aufeinander aufbauen und eine erste Praxiserfahrung, zum Beispiel eine Berufsfelderprobung oder ein erstes Praktikum, rahmen.
Ein Dreiklang aus Erlebnisraum, Praxiserfahrung und Zukunftswerkstatt
Im ersten Workshop, dem Erlebnisraum, probiert ihr Kind im Rahmen eines Stationsdurchlaufs praktische Aufgaben aus, die einen alltags- und lebensweltlichen Bezug herstellen. Es erlebt dabei Erfolge und bekommt Rückmeldungen von den Workshopleitungen und den Mitschülerinnen und Mitschülern. So erkennt es besser, was es gut kann und was ihm Spaß macht. Nach der Praxiserfahrung folgt der zweite Workshop, die Zukunftswerkstatt. Dort denkt Ihr Kind über seine Erfahrungen nach. Es vergleicht diese Erfahrungen mit seinen Stärken und entwickelt Ideen für passende Berufe und nächste Schritte. Ihr Kind kann die Ergebnisse zur Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit mitnehmen. So können die Inhalte im Gespräch aufgegriffen und gemeinsam vertieft werden.
Der Stärken-Ansatz
Im Mittelpunkt der BO-Begleitung stehen dabei die Stärken der Jugendlichen. Ihr Kind lernt spielerisch seine Fähigkeiten und Interessen zu erkennen. Dabei gibt es ein einfaches System mit sieben Stärken, das verschiedene Interessenbereiche abbildet. Durch passende Aufgaben, gemeinsames Lernen und Rückmeldungen werden die persönlichen Stärken Ihres Kindes erkannt und gefördert.
So können sie ihre Stärken mit ihren Zukunftswünschen und Berufsideen verbinden.
Wie Sie Ihr Kind begleiten können
Ihr Kind wird von geschulten Workshopleitungen, den Lehrkräften sowie Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Agentur für Arbeit begleitet und unterstützt.
Doch auch Sie als Erziehungsberechtigte können Ihr Kind gut unterstützen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Erfahrungen, Interessen und mögliche Berufe. Die Elternspielkarte hilft Ihnen dabei: Sie zeigt die sieben Stärken und hilft zu überlegen „Welche der sieben Stärken zeigen sich bei Ihrem Kind besonders?“.
Schon kleine Gespräche zu Hause helfen, das Selbstvertrauen Ihres Kindes zu stärken, damit es die nächsten Schritte mutig geht und seine Zukunft aktiv gestaltet.